Verbundprojekt „Photonische Prozessketten“

Erstellt am 1. September 2016 · in Allgemein

Die Microvista GmbH führt im Zeitraum vom 01.09.2016 bis zum 31.08.2019 gemeinsam mit den Projektpartnern Nemak Wernigerode GmbH / Nemak Wernigerode Castings GmbH & Co. KG und dem Institut für Mobile Systeme (IMS) Lehrstuhl „Energiewandlungssysteme für mobile Anwendungen (EMA)“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg das Verbundprojekt „Photonische Prozessketten – Prozessüberwachung der Fertigung von verbrennungsmotorisch optimal designten Aluminiumzylinderköpfe mittels In-Line-Computertomographie mit dem Ziel der Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung“ durch.

Die Entwicklung zukünftiger Fahrzeuge wird wesentlich von Umweltaspekten, hauptsächlich der CO2-Reduzierung geprägt, ohne dabei die steigenden Mobilitätsanforderungen zu vernachlässigen. Das Projekt hat das Ziel, eine optimale Lösung für das Design der einzelnen Funktionsbereiche eines Zylinderkopfes zu entwickeln, um somit das volle Potential bzgl. Festigkeit, Reibung und Gewicht ausschöpfen zu können.

Damit einher geht die Notwendigkeit der Bereitstellung einer geeigneten Prüftechnik und Qualitätskontrolle zur Realisierung zukünftiger Designansätze von Zylinderköpfen beziehungsweise die Beseitigung von Designeinschränkungen. Auf CT-basierten Messkonzepten und Messstrategien sollen zunächst die leistungsbestimmenden geometrischen Merkmale ermittelt werden. Anschließend sind die Prozesse unter Nutzung dieser neuen Messkonzepte zielgerichtet auf die steigenden Anforderungen weiterzuentwickeln.

Dazu soll die Technologie der Computertomographie auf Anwendungen erweitert werden, die sowohl quantitative als auch ökologische Vorteile in der Gießerei von in Großserie gefertigten Produkten ermöglichen. So wird ein Konzept entwickelt, welches die Großseriengießerei durch die Schaffung von Einsparpotentialen bezüglich des Energieaufwandes (bspw. durch die Verringerung von Ausschuss bzw. Rohstoffeinsatz) und/oder der Einsatzmittel (bspw. Verringerung von Lösungsmitteln) umweltfreundlicher und letztendlich das Endprodukt, den Motor, effizienter gestalten, damit der Energieaufwand sowie Emissionen sowohl im Motor als auch in der Produktion reduziert werden können.

Die Durchführung des Verbundprojekts erfolgt auf der Grundlage der bereits vorhandenen technologischen Erfahrungen der Industriepartner und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das Verbundprojekt wird von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

 

 

 

 

Schlagworte zum Verbundprojekt:

  • Industrie 4.0
  • Photonische In-Line-Prozessüberwachung
  • In-Line-Computertomographie
  • Hochbeanspruchte Aluminiumzylinderköpfe
  • Verdichtungsverhältnis in Verbrennungsmotoren
  • Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung
  • Real Drive Emission Cycle (RDE)
  • Ausschuss- und Kostensenkung
  • Ladungsbewegung im Brennraum
  • Wanddickenüberwachung
  • Gussversatz
  • Ressourcenverbrauch in der Fertigung