Schnelle Porenanalyse zur automatischen Bewertung von Leichtmetallguss mittels Inline CT Inspektion

Erstellt am 8. September 2017 · in Allgemein

Die Porenanalyse an Leichtmetallguss auf der Basis computertomografischer Digitalisierungen ist inzwischen weit verbreitet und hat die Bewertung durch metallografischen Schliff deutlich zurückgedrängt. Die Vorteile einer 3-dimensionalen Analyse sind allgemein bekannt und Gegenstand von Normungsprozessen. Die Suche nach Poren in einem Volumen stellt allerdings auch völlig andere Anforderungen an die anzuwendenden Algorithmen.

Selbst bei guten Digitalisierungen treten leicht positive oder negative Fehldetektionen auf. Kommen die bei realen Bauteilen unvermeidlichen Artefakten hinzu, so verkompliziert sich die Fehlersuche weiter deutlich. Moderne Software zur Porensuche bietet deshalb auch eine ganze Reihe von Parametrierungsmöglichkeiten, deren richtige Handhabung nur noch dem erfahrenen Bediener möglich ist. Inline oder @-line Scans zur schnellen Analyse und Bewertung kleinerer und mittlerer Losgrößen erfordern eine adäquate Auswertegeschwindigkeit. Langwierige, iterative Annährung an optimale Analyseergebnisse sind in diesem Kontext oft nicht wirtschaftlich.

Im Vortrag wird ein Porensuchalgorithmus vorgestellt, der auch in artefaktbehafteten Bereichen mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig detektiert. Er beruht auf der statistischen Auswertung der Schnittbilder und berücksichtigt dessen lokale Besonderheiten. Ein weiteres, praxisnahes Detektionsproblem tritt bei offenen Poren im oberflächennahen Bereich auf. Mit dem im Vortrags beschriebenen Verfahren können diese Poren detektiert und darüber hinaus mit tiefer gelegenen Poren in einen auswertbaren Zusammenhang gebracht werden. Auf diese Weise sind auch Aussagen zur Dichtheit in bestimmten Bauteilbereichen.

Den kompletten Microvista-Vortrag von der DGZfP-Jahrestagung aus Koblenz gibt es hier: Mi_1_C_4_Reimann