Experiment Fußball-Scan

Erstellt am 8. Juli 2014 · in Allgemein

Seit einigen Wochen regiert in Deutschland „König Fußball“. Spätestens nach dem Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins Halbfinale ist die Fußball- Weltmeisterschaft auch bei Microvista Thema Nummer EINS. 

Bei einer emotionalen Fußball- Debatte entstand Idee, das Innere eines Fußballs zu erkunden. Das Experiment Fußball-Scan war geboren. 

Das Objekt der Begierde ist normalerweise beim Blankenburger FV 1921 e.V. im Einsatz. Nicht mehr ganz neu und äußerlich schon etwas abgenutzt; jedoch formstabil und wie sich noch rausstellen sollte, fast gleichmäßig rund.

Rund war klar, aber was kommt unter dem Leder? Wie sieht ein Ventilstutzen in 2-D aus?

Statt den Fußball mit dem Inline-Computertomographen zu umkreisen, stellten wir ihn auf den Drehteller des Labor-CT. Mit Hilfe der Auswertesoftware ergab sich ein ganz erstaunliches Bild; vom dem Runden, das immer in das Eckige muss. 

 

Sequenz 1 zeigt den Fußball als 3-D Modell; als Highlight eingefärbt in unseren Nationalfarben.

 

Sequenz 2 zeigt die einzelnen Ball-Komponenten. Zusammengenähte Mehrecken umschließen eine Gewebematte sowie die Blase und das Ventil.

Sequenz 3 beantwortet die Frage: Warum entweicht immer wieder Luft aus dem Ball?
 
Dazu wurde der Ventilkörper genauer unter die Lupe genommen. In der Bildabfolge sind eindeutig Poren, Lunker und Einschlüsse im Ventilkörper zu erkennen. Diese Einschlüsse führen zum Druckverlust und sorgen dafür, dass immer wieder Luft aus dem Ventil entweichen kann. Der Ball bekommt sozusagen Panne!

Ergebnis des Fußball-Scans

Der Mantel besteht aus vernähten Mehrecken, darunter folgen Gewebematten. Diese Matten umschließen die Blase erstklassig. In Mantel, Gewebematten und Blase ist das Ventil verklebt. Auf Grund von Einschlüssen im Ventil, die wahrscheinlich bei der Verklebung entstanden sind, entweicht die Luft aus dem Ballinneren. 

Die Kugelgestalt des Balls weicht um 0,42 mm ab. Heißt: Rund ist doch nicht gleich rund!