3D-Blick im Produktionstakt

Erstellt am 25. Februar 2013 · in Allgemein

Richard Läpple, Fachjournalist aus Tübingen veröffentlichte für Microvista GmbH einen Beitrag über schnelle Qualitätssicherung.

news_ct_zylinderkopf_klLeichte und damit sparsame Fahrzeuge
liegen im Trend. Die Automobilindustrie ist
mehr denn je angehalten, Spritverbrauch und CO2-Ausstoß
nach allen Regeln der Konstrukteurskunst zu senken,
unter anderem durch Gewichtsreduktion.
Das Schlagwort heißt Downsizing.
Eine Folge: Komponenten wie Motor- oder Getriebe werden zunehmend kompakter und damit auch dünnwandiger.

Beispielsweise trennen die Öl- und Kühlwasserkreisläufe in Motorblöcken oder Zylinderköpfen nur noch wenige Millimeter. Die Anforderungen an die Gießtechnik steigen damit; eine sorgfältige und regelmäßige Qualitätskontrolle gewinnt im Zuge dieser Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Die Anforderungen an die Gießtechnik steigen damit; eine sorgfältige und regelmäßige Qualitätskontrolle gewinnt im Zuge dieser Entwicklung immer mehr an Bedeutung.

Wandstärke des Zylinderkopfs aus Leichtmetallguss war zu dünn.

news_zylinderkopf_kritische_wandstaerken_industrieanzeigerDas zeigte sich auch bei einem konkreten Projekt im Hause des CT-Dienstleisters Microvista GmbH.
Die Vorgeschichte: Ein Motor war auf dem Prüfstand geplatzt.
Bei dem verbauten Zylinderkopf aus Leichtmetallguss erwies sich die Wandstärke zwischen Wasserraum und Einlasskanal als zu dünn. Ein nicht rechtzeitig ausgemusterter Kernkasten war der Verursacher.

 
Die Kerne der Kästen wachsen mit den Abgusszyklen; umgekehrt nehmen die Wandstärken der Bauteile ab. Um weiteren Motorschäden durch unterschrittene Toleranzen vorzubeugen, erteilte die Gießerei Microvista den Auftrag, insgesamt vier Wandstärken zwischen Einlass und Kühlkreislauf der kompletten Charge Zylinderköpfe, 3000 Stück, mit Hilfe des Computertomografen nachzumessen. Wenn es sich bei der Charge um Rohgussbauteile direkt aus der Gussform gehandelt hätte, hätten es die CT-Spezialisten mit einem ganz normalen Projekt zu tun bekommen. Dem war aber nicht so. Die Zylinderköpfe enthielten bereits vormontierte Ventilsitze- und -führungen, also Stahl- und Buntmetallteile. Für das Scannen auf dem Computertomografen ist das ein gewisses Handicap. Lutz Hagner, Geschäftsführer bei Microvista: „Ein Mix aus Aluminium und Metallen höherer Dichte bedeutet unterschiedliche Durchstrahlungsbedingungen. Im CT-Datensatz entstehen Artefakte, welche die weiteren Untersuchungen erschweren.
Erschweren, aber nicht unmöglich machen. …