100%-Serienprüfung

Erstellt am 18. September 2013 · in Allgemein

Vom Kunststoff bis zum Aluminium, viele Materialien lassen sich problemlos im Inline-CT untersuchen, auch kleinere Stahleinlagen stören wenig.

Je nach Größe und Material können pro Tag zwischen 100 und 1.000 Bauteile komplett digitalisiert, analysiert und bewertet werden.

Natürlich ist es nicht nötig, immer das gesamte Bauteil zu digitalisieren. Für ihre Kunden entwickelt die Microvista GmbH maßgeschneiderte Prüfungen, bei denen Teilbereiche zielgenau untersucht werden. Wie auch immer die Aufgabenstellung ausfällt, mit etwas Vorbereitungszeit findet Microvista eine kunden- und bauteilspezifische Lösung für die Analyse und Bewertung. 

Zum Beispiel wurde eine Auswertung entwickelt, um die sachgerechte Montage einer Dichtung zu prüfen. Der Kunde war sehr zufrieden mit dem von der Microvista GmbH entwickelten Konzept. Heute werden im wöchentlichen Rhythmus innerhalb von 6 Stunden ca. 600 Bauteile gescannt und automatisch hinsichtlich der Prüfaufgabe bewertet. Mittels weniger Schnittbilder wird so der richtige Sitz der Dichtung sichergestellt.

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 Abb. 1: Dichtung i.O.  Abb. 2: Dichtung nicht i.O.

Insgesamt wurden so seit Oktober 2012 fast 20.000 Ventile geprüft. Pro Bauteil wird dabei ein Kontrolldatensatz gespeichert, so dass die Bewertung auch zu einem späteren Zeitpunkt nachvollzogen werden kann. Durch die schnelle Inline-CT-Prüfung wurde so die Ausfallquote in den ppm-Bereich gesenkt.

Weitere Beispiele für solche serienbegleitenden bzw. 100%-Prüfungen sind „Poren in Bearbeitungsflächen“ bei inzwischen über 13.000 Lagertraversen oder die Digitalisierung und Prüfung von tausenden Zylinderköpfen auf Kernreste und Ungänzen in relevanten Bereichen. Auch die Messung von inneren Geometrien wie z.B. Wandstärken ist möglich und wurde bereits an mehreren tausend Zylinderköpfen erfolgreich durchgeführt.

Bei den aufgezeigten Untersuchungsmöglichkeiten konnte der Anteil der verlorenen Wertschöpfung nahezu gegen Null geführt sowie die Gewährleistungskosten vollständig vermieden werden.

Dabei verteilen sich die Kosten für die Entwicklung der automatischen Auswertung auf diese großen Stückzahlen, wodurch die Prüfkosten eine wirtschaftliche Größenordnung erreichen.